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Aktuelles
ZOS - Ziel Objekt Suche
Eine Ferienwoche in Bremen
In der ersten Februarwoche habe ich mit Lana zusammen eine Woche Urlaub gemacht in Dog City bei Bremen. Wir haben uns eine Woche intensives ZOS Training geleistet. Gewohnt haben wir in einem der Gästezimmer in Dog City, wo wir von Renate in ihrem Wuff Café mit einem Superfrühstück verwöhnt wurden. Ansonsten konnten wir uns in einer kleinen Küche selbst versorgen, wären auf Wunsch aber auch von Renate bekocht worden.
Jeden Tag haben wir eine längere Trainingseinheit am Vormittag und eine etwas kürzere am Nachmittag gehabt. Trainiert haben wir zusammen mit zwei anderen Teilnehmern mit ihren Hunden. Unsere Trainerin Sabine hat uns beim Üben gefilmt und so konnten wir uns selbst kritisch betrachten, Fehler erkennen oder das bewundern, was besonders gelungen war. Toll war in jedem Fall, zu sehen, wie sensibel, klug und direkt unsere Hunde auf uns und unser Verhalten - unsere Unsicherheit wie auch unsere Klarheit - reagiert haben.
ZOS entstammt in seiner Grundstruktur der Spürhundausbildung der Polizei, wurde aber von Thomas und Ina Baumann so modifiziert und weiter entwickelt, dass es eine hervorragende Möglichkeit ist, auch Familienhunde artgerecht auszulasten und sie somit nicht nur genügend zu fördern und zu fordern, sondern ihnen damit auch eine Alternative anzubieten zu ungewünschtem Verhalten, wie Jagen oder Aggression. Die konzentrierte Suchleistung des Hundes, die für die Suche kleinster Gegenstände im Trümmerfeld, auf der Fläche, in der Päckchenstraße oder an der Suchwand geleistet wird, fordert den gesamten Organismus. Sie fordert ein Höchstmaß an Konzentration und physischer und psychischer Leistung und lastet den Hund mehr aus als Joggen oder am Rad laufen. Und ZOS ist ein Teamsport von Mensch und Hund und wirkt sich damit auch sehr positiv auf die Mensch – Hund Beziehung aus. Der Hund sucht nur auf Kommando und hat sich bis zur Aufforderung zur Suche ruhig zu verhalten. Wenn er dann nach ruhiger, selbständiger Suche das Objekt gefunden hat, sind Aufnehmen und Bringen Tabu. Der Hund zeigt durch Sitz oder Platz den gefundenen Gegenstand an bis der Hundeführer durch klicken und Futtergabe die Anzeigeposition aufhebt.
Für den Hundeführer besteht die größte Herausforderung darin, seinen Hund genau zu beobachten und ihn so zu trainieren und anzuleiten, dass er eigenständig suchen lernt und nur die nötige Hilfe bekommt, sich aber nicht in der Suche am Hundeführer orientiert. Dafür ist es unabdingbar im richtigen Moment zu ermutigen, zu helfen, zu klicken, aber genau zu merken, wann der Hund anfängt seinen Hundeführer zu manipulieren. Körpersprache und Koordination des Hundeführers sind von entscheidender Bedeutung. Es ist spannend und macht sehr viel Spaß! Mir gefällt vor allem die Ruhe und die Konzentration, mit der Hund und Mensch zu Werke gehen und die Leistung der Hund ist faszinierend!
Und - das kann ich nach einer Woche schon sagen – Lana und mir macht die Suche super viel Spaß und ich merke, wie anstrengend und auslastend die Sucharbeit für sie ist. Und natürlich bin ich begeistert wie schnell sie lernt und weiß, was sie tun soll. Für mich ist ZOS auch deshalb so interessant, weil ich mit einem kleinen Zeit- und Materialaufwand mit meinem Hund und für meinen Hund etwas Tolles machen kann. Es ist asuch eine Bescgäftigung, die ein Hund bis ins hohe Alter und trotz Handicaps ausüben kann.
Wir haben inzwischen schon ein kleines Trümmerfeld in unserem Wohnzimmer aufgebaut und mit viel Vergnügen und unter den staunenden und bewundernden Blicken unsers Herrchens gezeigt, was wir gelernt haben. Freundlicherweise haben Sabine und Steffi am letzten Tag unserer Ferienwoche einige Fotos gemacht. Die könnt ihr wie immer in unserer Galerie bewundern.